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Wissenschaftlich gemessen & belegt

Was eine begrünte Fassade wirklich leistet.

Keine Prospektwerte: Alle Kühl- und Strahlungswerte der LivingPANELS wurden in wissenschaftlichen Forschungsprojekten gemessen, u. a. HEDWIG am Referenzobjekt Wien Energie Simmering – die Rohdaten sind öffentlich zugänglich.

Gemessen am ObjektWissenschaftlich gemessen & belegt

Was Begrünung für Gebäude leistet.

Pflanzen kühlen durch Verdunstung und Verschattung. Alle folgenden Werte wurden am Referenzobjekt Wien Energie Simmering im unabhängigen Forschungsprojekt HEDWIG (BOKU/IBO) gemessen und öffentlich dokumentiert.

Messobjekt Wien Energie Simmering – LivingPANELS-Fassade mit DauermessungMessobjekt FB3-m · Wien Energie Simmering · seit 2021
Nahaufnahme der Begrünung – Verdunstung und Verschattung wirken direkt an der FassadeVerdunstung und Verschattung wirken an der Fassade
bis 5,6 °Ckühlere Luft an der BegrünungTagsüber hinter der Begrünung; im Mittel der Hitzewelle 2025 rund 2,5 °C.
71–98 %weniger Solarstrahlung hinter der BepflanzungHochsommer 88–90 %, Hitzewelle 2025 bis 98 %, Herbst rund 71 % (HEDWIG). Die Wand selbst erreicht 0 % der Strahlung, die Modulschale schirmt vollständig ab (MARGRET).
9–16 °Ckühlere OberflächeBegrünung gegenüber trägen Materialien wie Blech, Mauerwerk oder Fensterrahmen (Infrarotmessung).
129 mlVerdunstung je m²·hGemessene Verdunstungsleistung – aktive Kühlung der Umgebungsluft.
3–5 lje m² und Tag verdunstetTranspiration gemessen mit 129 ml je m² und Stunde, rund 3 l je Tag (HEDWIG); Bewässerungsbedarf im Hochsommer im Monatsmittel bis 4,8 l je m² und Tag (MARGRET). Die Verdunstung entzieht der Luft Wärme – rechnerisch 2–3 kWh Kühlleistung je m² und Tag.
< 1 m³Wasserbedarf je m² und JahrIm Mittel unter 3 Liter pro m² und Tag: sensorgesteuert nach tatsächlichem Bedarf, trotz hoher Verdunstungsleistung an Hitzetagen.

Gemessen in den Forschungsprojekten HEDWIG (Berichte aus Energie- und Umweltforschung 59a/59b/2026, Referenzobjekt Wien Energie Simmering, Messobjekt FB3-m) und MARGRET (61/2026, Prüfstand AEE INTEC mit unbegrünter Referenzfassade), gefördert vom BMIMI. Die Werte gelten für die jeweils untersuchten Objekte und hängen von Systemaufbau, Vegetation und Pflanzenzusammensetzung, Exposition, Standort und Jahreszeit ab; sie setzen fachgerechte Pflege und Bewässerung nach ÖNORM L 1136 voraus. Bernhard Scharf (NatureBase) wirkte an HEDWIG als Mitautor mit. HEDWIG-Berichte · MARGRET-Bericht · Rohdaten (Zenodo)

Allgemeine Forschung

Fassadengrün allgemein:
messbarer Nutzen.

Hitze ist in Europa zur realen Gefahr geworden – 2023 rund 47.700 hitzebedingte Todesfälle. Begrünte Fassaden kühlen, reinigen die Luft, dämpfen Lärm und schaffen Lebensraum für Insekten, Wildbienen und Vögel – auf den größten ungenutzten Flächen der Stadt.

2,3 kgCO₂ pro m² und Jahr gebundenZusätzlich rund 1,7 kg Sauerstoff je m² und Jahr.
20–30 %Stickstoffdioxid (NO₂) gefiltertDazu Bindung von 4–6 g Staub je m² und Vegetationsperiode.
4–10 dBweniger Lärm im InnenraumWandgebundene Begrünung absorbiert Schall je nach Aufbau.
bis 26 %weniger Primärenergie (Südfassade)Gegenüber konventionellem Sonnenschutz; Kühlkosten rund 43 % geringer.
~50 %weniger Wärmefluss im SommerGemessen an einer ungedämmten Fassade (MA 48 Wien).
84 %Zustimmung der AnwohnerBewohner begrünter Häuser stehen dem Fassadengrün positiv gegenüber.
Begrünte Fassade am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern, WienBarmherzige Schwestern · Wien · 260 m²
Wohnbau Wagramer Straße 64 mit LivingPANELSWohnbau Wagramer Straße · Wien
Mittelpunktbibliothek Berlin mit begrünter FassadeMittelpunktbibliothek · Berlin

Unabhängige Forschung zur Fassaden- und Gebäudebegrünung (allgemeine Werte, nicht systemspezifisch; standort- und objektabhängig). Quellen: GRÜNSTATTGRAU/BuGG „Positive Wirkungen von Gebäudebegrünungen“ (2021); ISGlobal, „Nature Medicine“ (2024); AGES.

Im Kontext

Wirkung über das Gebäude hinaus.

Fünf Fragen, die uns Bauträger, Planer und Unternehmen am häufigsten stellen – mit dem, was sich dazu belegen lässt.

Begrünte Fassade der Wiener Linien im dichten Stadtraum

Hitzeinsel Stadt

Wien zählte 1961–1990 im Schnitt 9,5 Hitzetage pro Jahr, 1991–2022 waren es 21,6.¹ In dicht bebauten Vierteln speichern Beton, Asphalt und Mauerwerk die Wärme und geben sie nachts ab – der Unterschied zum Umland kann nachts bis zu 12 °C betragen.¹

Begrünte Fassaden setzen genau dort an: Sie verschatten die Wand, verdunsten Wasser und halten die Oberfläche 9–16 °C kühler als Blech oder Mauerwerk.² Weniger gespeicherte Wärme, weniger Abstrahlung in die Nacht.

Begrünte Fassade Seegasse – Grün auf Augenhöhe

Wirkung auf Menschen

Hitze ist ein Gesundheitsrisiko: 2023 rund 47.700 hitzebedingte Todesfälle in Europa.³ Begrünung kühlt die Luft im Straßenraum, filtert Staub und NO₂ und dämpft Lärm.⁴

Dazu kommt der Blick ins Grüne: Patienten mit Blick auf Bäume statt auf eine Mauer verließen das Krankenhaus früher und brauchten weniger starke Schmerzmittel.⁵ 84 % der Bewohner begrünter Häuser stehen dem Fassadengrün positiv gegenüber.⁴

Vollflächig begrünte Fassade – sichtbar von der Straße

Fassade oder Dach?

Ein Gründach wirkt – aber kaum jemand sieht es. Die Fassade ist die Fläche, an der Menschen vorbeigehen, arbeiten und wohnen: Kühlung, Verschattung und Verdunstung wirken auf Augenhöhe, dort, wo sich die Hitze staut. Und das Grün prägt das Erscheinungsbild des Gebäudes – mit LivingPANELS ab Tag 1.

Beide Flächen ergänzen sich. In der Bewertung zählt wandgebundene Fassadenbegrünung mit dem Faktor 0,7 – gleich wie ein einfach-intensives Gründach.⁶

Firmengebäude Wien Energie mit LivingPANELS-Fassade

Wirkung für Unternehmen

Begrünung ist belegbar statt symbolisch: Sie zählt in der Gebäudezertifizierung (DGNB/ÖGNI: biodiversitätsfördernde Fläche, Biotopflächenfaktor, Bonus „Begrüntes Gebäude“),⁶ wird in Wien, Graz, Linz und vielen deutschen Städten gefördert und liefert mit Dauermessung Kennzahlen für Nachhaltigkeitsberichte, die sich prüfen lassen.

Am Gebäude selbst: weniger Solareintrag an der Südfassade und ein geringerer Kühlbedarf im Sommer⁴ – und eine Fassade, die zeigt, wofür ein Unternehmen steht.

Staudenvielfalt in einer LivingPANELS-Fassade – Nahrung und Lebensraum für Insekten

Biodiversität am Gebäude

Die Weltbiodiversitätskonferenz COP17 (Eriwan, Oktober 2026) ringt um das 30x30-Ziel: 30 % der Land- und Meeresflächen bis 2030 unter Schutz. Weltweit sind es bei Landflächen 17,5 %; in Österreich stehen 29 % der Fläche auf dem Papier unter Schutz, streng geschützt sind 2,9 %.⁷ Schutzgebiete allein werden das Ziel nicht erreichen – und die Stadt bleibt dabei meist außen vor.

Eine begrünte Fassade ersetzt kein Schutzgebiet. Aber sie ist eine Fläche, die niemand erst freimachen muss: Eine standortgerechte Staudenmischung bietet Insekten, Wildbienen und Vögeln Nahrung und Lebensraum⁴ – als Trittstein zwischen Parks, Höfen und Gründächern. In der Gebäudezertifizierung zählt sie als biodiversitätsfördernde Fläche, im Biotopflächenfaktor mit 0,7.⁶ Welche Arten an Ihrem Objekt sinnvoll sind, legt der Pflanzplan nach Standort und Exposition fest.

¹ Stadt Wien, Hitzeaktionsplan – Folgen der Hitze für Wien. · ² Projekt HEDWIG (siehe oben), Infrarotmessung am Referenzobjekt. · ³ Ballester J. et al. (2024), ISGlobal, Nature Medicine. · ⁴ GRÜNSTATTGRAU/BuGG „Positive Wirkungen von Gebäudebegrünungen“ (2021), allgemeine Werte. · ⁵ Ulrich R. S. (1984): View through a window may influence recovery from surgery. Science 224. · ⁶ DGNB Kriterium ENV2.4 „Biodiversität am Standort“ (Neubau, Version 2023); Biotopflächenfaktor Berlin (Senatsverwaltung, Stand 2019). · ⁷ ORF, „Biodiversitätskonferenz: Gordische Knoten in Eriwan“ (19.10.2026), mit Daten von Protected Planet, Greenpeace und WWF. Allgemeine Werte, nicht systemspezifisch.

Nächster Schritt

Wirkung für Ihr Objekt abschätzen.

Standort, Ausrichtung und Fläche entscheiden über das Ergebnis. Wir ordnen die Messwerte für Ihr Projekt ein.