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Wissensdatenbank

Fassadenbegrünung verstehen.

Wie die Technik funktioniert, welche Normen gelten, welche Förderungen es gibt und was in Ihrer Projektphase zählt. Die gemessene Wirkung finden Sie unter Wirkung.

Grundlagen

Systeme & Begriffe.

Die wichtigsten Konzepte der vertikalen Begrünung – kurz erklärt.

LivingPANELS-Modul im Schnitt: Vegetationsträger, Schale mit Stauelementen, BepflanzungVegetationsträger: mineralisch gebunden, in der Schale mit Stauelementen
Wandgebundene Begrünung: LivingPANELS-Fassade im DetailWandgebunden: vorgehängt, hinterlüftet, vollflächig grün

Wandgebunden vs. bodengebunden

Bodengebundene Begrünung nutzt Kletterpflanzen, die im Erdreich wurzeln. Wandgebundene Systeme wie LivingPANELS tragen die Pflanzen in einem an der Wand montierten Vegetationsträger – sofort flächig grün, unabhängig vom Boden.

Vegetationsträger

Das Kernstück des Systems: ein mineralisch gebundener, formstabiler Träger mit rund 1 Liter Wurzelraum je Pflanze. Er speichert Wasser (über 45 % je Liter) und bleibt alterungs- und schädlingsresistent.

Vorkultivierung

Die Module werden 8–10 Wochen vorkultiviert und kommen fertig begrünt zum Objekt. So kommt die Fassade grün ans Objekt und wirkt sofort – kein Warten auf den ersten Bewuchs.

Hinterlüftung

LivingPANELS werden als hinterlüftete Fassade vor die Wand gehängt. Der Luftspalt schützt die Bausubstanz und verbessert das bauphysikalische Verhalten.

ÖNORM L1136 & FLL

Planungsgrundlagen der Bauwerksbegrünung: In Österreich gilt die ÖNORM L1136, in Deutschland die FLL-Fassadenbegrünungsrichtlinie. Das Brandverhalten ist nach EN 13501-1 klassifiziert (B-s1,d0).

Projekt HEDWIG

Forschungsprojekt zur Wirkung von Bauwerksbegrünung (BOKU/IBO). Am Dauermessobjekt Wien Energie Simmering wurden die auf dieser Seite genannten Kühl- und Strahlungswerte erhoben.

Woran es scheitert

Fassadenbegrünung scheitert selten an der Idee – sondern am System.

Drei typische Gründe, warum begrünte Fassaden nicht halten, was sie versprechen – und was LivingPANELS dagegen tun.

Dichte Staudenbepflanzung in LivingPANELS – winterhart, mit viel Wurzelraum

Pflanzen, die ausfallen

Begrünungen, die nach wenigen Jahren lückig werden: In textilen Trägern fielen im Versuch nach einem einzigen Spätfrost fast 60 % der Pflanzen aus.¹ Zu wenig Wurzelraum, sackendes Substrat, alterndes Vlies: Nachpflanzen wird zur Dauerbaustelle.

LivingPANELS: mineralisch gebundener, formstabiler Vegetationsträger mit rund 1 Liter Wurzelraum je Pflanze und über 45 % Wasserrückhalt; winterharter Betrieb dokumentiert.

Hauptbahnhof Rheydt – vollflächig grün ab Übergabe

Grün, das Jahre braucht

Eine Fassade, die auf ihr Grün wartet: Bodengebundene Begrünung erreicht die gewünschte Deckung meist erst nach mehr als drei Jahren.² Das Gebäude ist übergeben, die Wirkung nicht. Bis dahin bleibt die Begrünung ein Versprechen.

LivingPANELS: 8 bis 10 Wochen vorkultiviert, ab Tag 1 vollflächig grün – Wirkung und Erscheinungsbild ab Übergabe.

Fertig begrüntes Modul wird eingehängt

Wochen am Gerüst

Wochen am Gerüst und Risiko auf der Baustelle: Jede Woche Standzeit kostet,³ und eine Leckage, die erst nach dem Einhängen auffällt, kostet Nacharbeit, während das Gerüst weiter steht.

LivingPANELS: Plug & Play in drei Schritten, Dichtheitsprüfung der Bewässerung vor dem Einhängen, Pads abnehmbar und wiederverwendbar.

¹ Versuchsreihe „Begrünte Fassadenkacheln“ (STFI Chemnitz / Hochschule Geisenheim, 2017–2019), NEUE LANDSCHAFT 12/2021: Ausfall von fast 60 % der Pflanzen nach Spätfrost 02/2018, 20 % im Folgewinter. · ² Leitfaden Fassadenbegrünung der Stadt Wien, Systemübersicht: Begrünungsdauer bodengebunden „nach mehr als 3 Jahren“, wandgebunden vollflächig „sofort“. · ³ Richtwerte Gerüstvorhaltung 0,50–1,50 €/m² und Woche zzgl. Auf-/Abbau (Branchenrichtwerte 2026). Allgemeine Marktwerte, nicht systemspezifisch.

Kennwerte

Alle Zahlen auf einen Blick.

Sämtliche Werte von Start- und Produktseite gesammelt – System, gemessene Wirkung und Referenzen. Für Ausschreibung, Planung und Vergleich.

System & Technik

Modulgröße800 × 500 mm (0,4 m²) · 2,5 Module pro m²
Bepflanzungca. 50 Pflanzen pro m², rund 1 Liter Wurzelraum je Pflanze
Vegetationsträgermineralisch gebunden, formstabil, über 45 % Wasserrückhalt je Liter Substrat
Gesamtgewichtunter 50 kg/m² (voll wassergesättigt), meist ohne Zusatzstatik
BrandverhaltenB-s1,d0 nach EN 13501-1:2018
NormbezugÖNORM L1136 (AT) · FLL-Richtlinie (DE)
Bewässerungsensorgesteuert nach Bedarf, Tropfer 1,6 l/h alle 20 cm, Frostschutz, Fernüberwachung
Wasserverbrauchunter 1 m³ pro m² und Jahr
Vorkultivierung8–10 Wochen, ab Tag 1 vollflächig grün
Pflegein der Regel 1 Pflegegang pro Jahr
Dämmwirkung (Hot-Box)U-Wert 0,72 W/(m²·K) bepflanzt & hinterlüftet – rund 13 % besser als die unbegrünte Wand (0,83); gemessene Dämmwirkung, kein Energieausweis-Kennwert
Konstruktionhochfestes Aluminium/Stahl, korrosionsgeschützt, Edelstahl; hinterlüftet
Entwicklungüber 15 Jahre Forschung & Entwicklung, u. a. mit der BOKU Wien

Gemessene Wirkung (Projekt HEDWIG, Wien Energie Simmering)

Lufttemperaturbis 5,6 °C kühlere Luft an der Begrünung (tagsüber); im Mittel der Hitzewelle 2025 rund 2,5 °C
Solarstrahlung88–90 % weniger hinter der Begrünung (Juni/Juli 2024), bis 98 % in der Hitzewelle 2025
Oberflächentemperatur9–16 °C kühler als Blech, Mauerwerk oder Fensterrahmen (Infrarotmessung)
Verdunstungrund 129 ml je m²·h; an Hitzetagen im Hochsommer 3–5 l je m² und Tag (HEDWIG, MARGRET) – entzieht der Umgebungsluft Wärme (rechnerisch 2–3 kWh je m² und Tag)
Blattdeckung96–99 % projektiver Deckungsgrad

Referenzen

Umsetzung19 Projekte, rund 2.800 m² in Österreich & Deutschland
AuszeichnungBuGG Gebäudegrün des Jahres 2025 · 2. Platz (Hauptbahnhof Rheydt)
Wiener Linien LängenfeldgasseWien · 492 m² · 2025
Barmherzige SchwesternWien · 260,7 m² · 2024
Hauptbahnhof RheydtMönchengladbach (DE) · 195 m² · 2024
Wien Energie DonaustadtWien · 147,5 m² · 2022
Tiefkühllogistiklager TKLWien · 144 m² · 2023
Mittelpunktbibliothek BerlinBerlin (DE) · ca. 140 m² · 2025
Wagramer Straße 64Wien · 106 m² · 2025
PenederFraham (OÖ) · 80,8 m² · 2022
GPA WienWien · 59,6 m² · 2024
Wien Energie SimmeringWien · 55 m² · 2021 (Messobjekt HEDWIG)
SeegasseWien · 50 m² · 2023

Technische Werte laut NatureBase-Produktunterlagen (Technische Informationen 02/2026). Wirkungswerte: Stangl R. et al. (2026), Projekt HEDWIG, Berichte aus Energie- und Umweltforschung 59a/59b/2026, BMIMI – standort- und objektabhängig. Dämmwirkung aus Hot-Box-Messung. Projektflächen laut Projektliste NatureBase.

Technische Details → Alle Projekte →

Aktuelle Förderungen

Fassadenbegrünung wird gefördert.

Bund, Länder und viele Gemeinden unterstützen Gebäudebegrünung – teils mit fixen Beträgen je m², teils als Bonus in der Wohnbauförderung. Der Förder-Check zeigt in 30 Sekunden, was für Ihr Projekt in Frage kommt.

bis 10.000 €Wien – MA 22, bis 100 €/m² (straßenseitig)
bis 15.000 €Linz – 550 €/m² wandgebunden, max. 30 % der Kosten
bis 7.000 €Graz – bis 70 % der Errichtungskosten
120 €/m²Bund (KPC) – fassadengebundene Begrünung bei umfassender Sanierung
Förder-Check

Welche Förderung passt zu Ihrem Projekt?

?

Standort, Antragsteller und Fläche wählen – die passenden Programme erscheinen hier mit Richtwert und Link zur Förderstelle.

Wien · bis 100 €/m²Linz · 550 €/m²Graz · bis 70 %Hamburg · bis 60 %Köln · 50 %

Der Förder-Check ist eine unverbindliche Orientierung (Stand Oktober 2026) und ersetzt keine Förderzusage. Richtwerte berechnen sich aus den veröffentlichten Fördersätzen; die tatsächliche Höhe hängt von Kosten, Richtlinien und Budget der Förderstelle ab. Grundregel fast aller Programme: Antrag vor Auftragsvergabe stellen. Mehrfachförderung ist meist bis 100 % der Kosten zulässig.

Straßenseitig begrünter Wohnbau Wagramer Straße, WienWien: straßenseitige Begrünung wird mit bis zu 100 €/m² gefördert
Mittelpunktbibliothek Berlin mit begrünter FassadeDeutschland: über 100 Städte fördern Gebäudebegrünung

Übersicht nach Region

Bund – Umweltförderung (KPC)

Für Betriebe und Gemeinden: Dach- und Fassadenbegrünung als Teil einer umfassenden thermischen Sanierung – 120 €/m² fassadengebunden, 60 €/m² bodengebunden, 18 €/m² Dach (Gemeinden 60 % davon). Nicht als Einzelmaßnahme. Privat: Begrünungsbonus bei thermischer Sanierung.

umweltfoerderung.at →

Wien – MA 22

Straßenseitige Fassadenbegrünung: bis 100 €/m², max. 10.000 € je Liegenschaft; am Privatgrundstück max. 5.000 €; Dachbegrünung bis 30.000 €; Entsiegelung & Begrünung bis 200 €/m². Nicht für öffentliche Rechtsträger; 15 Jahre Erhaltungspflicht; ÖNORM L1136. 2026 ausgeschöpft, Einreichung ab Anfang 2027.

wien.gv.at →

Graz

Fassadenbegrünung bis 70 % der Errichtungskosten, max. 7.000 € je Objekt; Dachbegrünung bis 50 %, max. 10.000 € (Bestand). Programm „Grün vor der Haustür“ richtet sich an private Antragsteller.

graz.at →

Linz

Wandgebundene Fassadenbegrünung 550 €/m², max. 30 % der Gesamtkosten bzw. 15.000 €; ab 20 m², mindestens zwei Pflanzengattungen, Fachfirma. Bodengebunden 150 €/m² (max. 4.500 €), Dach 15 €/m² (max. 7.500 €).

linz.at →

Niederösterreich

Gemeindeförderungen u. a. in Mödling und Wieselburg (Dach- und Fassadenbegrünung). Begrünung bringt Ökopunkte in der NÖ Wohnbauförderung; für Betriebe geförderte ökologische Betriebsberatung.

Mödling → · Wieselburg →

Oberösterreich & Vorarlberg

OÖ: Traun fördert Fassadenbegrünung; GeKAP für Gemeindegebäude in Klimabündnisgemeinden. Vorarlberg: zahlreiche Gemeinden (Bregenz, Feldkirch, Hohenems, Götzis u. a.) fördern Gebäudebegrünung – Übersicht beim Energieinstitut.

energieinstitut.at →

Wohnbauförderung der Länder

Dach- und Fassadenbegrünung zählt in Kärnten, Tirol, Burgenland und Niederösterreich als Bonus bzw. förderbare Maßnahme in Neubau und Sanierung; in Wien über den wohnfonds_wien im Rahmen umfassender Sanierungen.

Übersicht GRÜNSTATTGRAU →

Deutschland

Keine Bundesförderung für Fassadenbegrünung – gefördert wird kommunal: Hamburg bis 60 % (max. 100.000 €), Frankfurt 50 % (max. 50.000 €), Düsseldorf 50 % (max. 25.000 €), Köln 50 % (max. 20.000 €), Bochum, Dortmund, Mannheim, Nürnberg u. v. m. Für Kommunen: Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ bis 85 %. Der Förder-Check oben kennt die wichtigsten Städte; alle weiteren über den Förder-Check unseres Partners Küster Grün.Stadt.Klima.

Förder-Check Deutschland (KGSK) → · BuGG-Förderliste →

Stand: Oktober 2026. Förderhöhen und Bedingungen ändern sich – bitte vor Antragstellung offiziell prüfen. Quellen: Stadt Wien (MA 22) · Stadt Graz · Stadt Linz · Umweltförderung des Bundes (KPC, Infoblatt 07/2026) · BuGG Städteliste (Stand 11/2025) · Hamburg BUKEA/IFB · GRÜNSTATTGRAU · DIE UMWELTBERATUNG

Je nach Rolle

Was in Ihrer Projektphase zählt.

Planung, Entwicklung und Betrieb stellen unterschiedliche Fragen an eine Fassadenbegrünung. Hier finden Sie die wichtigsten Antworten gebündelt.

Planungsgrundlage: Modul im SchnittArchitektur & Planung

Planbar wie eine Fassade.

  • Festes Modulraster 800 × 500 mm, Anpassung an die Wand über Sonderpads
  • Brandverhalten B-s1,d0 nach EN 13501-1, Planungsgrundlage ÖNORM L1136 bzw. FLL
  • Hinterlüftet vor die Wand gehängt, kein Wurzeldruck auf die Fassade
  • Einsatz auf ebenen, senkrechten Flächen (nicht geneigt, nicht gekrümmt)
  • Abstand zu Fensterglas: mind. 50 cm empfohlen, projektspezifisch prüfen
Wohnbau Wagramer Straße – grün bei ÜbergabeProjektentwicklung & Bauträger

Früh kalkulierbar, sofort sichtbar.

  • Unter 50 kg/m², an vielen Bestandsfassaden ohne massive Zusatzstatik
  • Ohne Bodenanschluss: über Tiefgaragen, an Brandwänden, in dichter Bebauung
  • Ab Übergabe vollflächig grün, kein Warten auf Bewuchs
  • Vorkultivierung 8–10 Wochen, Gesamtlaufzeit länger: früh einplanen
  • Gemessene Wirkung als Argument: bis −5,6 °C kühlere Luft (HEDWIG), U-Wert 0,72 W/(m²·K) im Hot-Box-Test
  • Förderungen in Wien, Graz und über den Bund möglich
Wien Energie Simmering – seit 2021 im Betrieb und vermessenBauherren & Betreiber

Wenig Aufwand im Betrieb.

  • In der Regel ein Pflegegang pro Jahr
  • Sensorgesteuerte Bewässerung nach Bedarf, unter 1 m³ Wasser pro m² und Jahr
  • Technische Überwachung als Paket von NatureBase: Verbrauchsbilanzierung und Fehlererkennung aus der Ferne
  • Pflege über Pflegepartner mit eigenem Pflegevertrag
  • Winterharte Staudenauswahl, über die Jahreszeiten grün
  • Module einzeln tauschbar, beim Rückbau abnehm- und wiederverwendbar
Häufige Fragen

Alles Wichtige zur Fassadenbegrünung.

Grundlagen

Was ist eine vertikale Fassadenbegrünung?

Die dauerhafte Bepflanzung einer Gebäudewand. Bodengebundene Systeme nutzen Kletterpflanzen im Erdreich; wandgebundene Systeme wie LivingPANELS tragen die Pflanzen in einem an der Wand montierten Vegetationsträger – sofort flächig grün.

Was sind LivingPANELS?

Ein modulares, wandgebundenes System aus Österreich. Die Module (800 × 500 mm, ca. 50 Pflanzen/m²) werden 8–10 Wochen vorkultiviert, kommen fertig begrünt zum Objekt und werden im Plug-and-play-Verfahren eingehängt.

Warum sind Fassaden ideal zur Begrünung?

Fassaden bilden die größten Flächen der Stadt und haben – anders als Bäume oder Freiflächen – keine Flächen- und Nutzungskonkurrenz. Sie eignen sich daher, um urbane Ballungsräume großflächig zu begrünen.

Wirkung & Stadtklima

Wie kühlen begrünte Fassaden?

Durch Verdunstung und Verschattung. Am Referenzobjekt Wien Energie Simmering wurde im Projekt HEDWIG (BOKU/IBO, 2024–2025) hinter der Begrünung bis zu 5,6 °C kühlere Luft gemessen, im Mittel der Hitzewelle 2025 rund 2,5 °C. Die Werte sind standort- und objektabhängig.

Wie stark wird die Sonneneinstrahlung reduziert?

Am Referenzobjekt Simmering wurden hinter der Begrünung 88–90 % weniger Solarstrahlung gemessen (Juni/Juli 2024), während der Hitzewelle 2025 bis zu 98 %. Die Oberfläche der Begrünung war 9–16 °C kühler als träge Materialien wie Blech, Mauerwerk oder Fensterrahmen (Infrarotmessung).

Wie viel Wasser verdunstet eine begrünte Fassade?

Die aktiv bewässerte, wandgebundene Bepflanzung verdunstet im Hochsommer 3–5 Liter Wasser je m² und Tag (HEDWIG, MARGRET) – diese Verdunstung entzieht der Umgebungsluft Wärme (rechnerisch 2–3 kWh Kühlleistung je m² und Tag). Über das Jahr bleibt der Wasserverbrauch dank sensorgesteuerter Bewässerung unter 1 m³ je m². Quelle: Projekt HEDWIG, Referenzobjekt Simmering, standort- und objektabhängig.

Fördert eine begrünte Fassade die Artenvielfalt?

Die vielfältige Stauden- und Blühbepflanzung bietet Insekten Nahrung. Die Pflanzenauswahl wird auf Standort und Exposition abgestimmt.

Technik & Betrieb

Wie schwer ist eine LivingPANELS-Fassade?

In Leichtbauweise unter 50 kg pro m² (voll wassergesättigt). Dadurch ist meist kein statischer Zusatzaufwand nötig; die Beurteilung erfolgt objektbezogen.

Sind LivingPANELS winterhart?

Ja. Der mineralisch gebundene Vegetationsträger und eine winterharte Staudenauswahl halten die Fassade über die Jahreszeiten grün. Fachgerechte Pflege und vereinzelte Nachpflanzungen gehören zum Betrieb.

Wie viel Wasser und Pflege sind nötig?

Der Wasserverbrauch liegt unter 1 m³ pro m² und Jahr, sensorgesteuert nach Bedarf mit Frostschutz und Fernüberwachung. In der Regel genügt ein Pflegegang pro Jahr.

Welches Brandverhalten haben LivingPANELS?

Klassifiziert nach EN 13501-1 mit B-s1,d0; s1 steht für die niedrigste Rauchentwicklungsstufe. Bei besonderen Anforderungen wird die Lösung über das Schutzziel abgestimmt.

Eignet sich das System für Neubau und Bestand?

Ja. Das Komplettsystem inklusive Systemabschlüsse eignet sich für beides und wird als hinterlüftete Fassade im Plug-and-play-Verfahren montiert.

Nach welchen Normen wird geplant?

In Österreich nach ÖNORM L1136, in Deutschland nach FLL-Richtlinie. Das Brandverhalten ist nach EN 13501-1 klassifiziert.

Kosten, Förderung & Ablauf

Was kostet eine begrünte Fassade?

Die Kosten hängen von Fläche, Geometrie, Unterkonstruktion und Ausführung ab. Ein verbindliches Angebot erstellen wir objektbezogen.

Welche Förderungen gibt es?

Wien (MA 22): bis 100 €/m², max. 10.000 € je Liegenschaft (derzeit ausgeschöpft, nächste Periode ~2027). Graz: bis 70 % der Errichtungskosten, max. 7.000 €. Bundesweit: Umweltförderung im Inland (KPC). Stand September 2026 – bitte vor Antragstellung offiziell prüfen.

Wie läuft ein Projekt ab?

In vier Schritten: Planung & Pflanzenauswahl, Vorkultivierung (8–10 Wochen), Plug-and-play-Montage, Betrieb mit bedarfsgerechter Bewässerung und Fernwartung.

Wie starte ich mein Projekt?

Am einfachsten über unser Kontaktformular. Wir beraten zu System, Pflanzenauswahl, Förderungen und Umsetzung.

Beratung

Noch Fragen zur Fassadenbegrünung?

Wir teilen unser Wissen gern – von der Förderung bis zur technischen Umsetzung.